Aufgaben

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Die Polizei muss viele unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Wichtig ist dabei immer: Der Mensch steht im Mittelpunkt. In dieser Rubrik findest du alles über die verschiedenen Arbeitsbereiche der Polizei.

Rund um die Uhr erreichbar

Egal, ob es gekracht hat, brennt oder jemand anderweitig Hilfe braucht: Wann immer der Notruf 110 gewählt wird, sind die Beamten des Streifendienstes der Schutzpolizei zur Stelle. Sie müssen ein großes Organisationstalent, ein breitgefächertes Wissen, Geduld und Einfühlungsvermögen haben. Denn Schutzpolizist sein heißt, in vielen unterschiedlichen Situationen bestehen zu können. Ob zu Fuß, per Fahrrad oder im Streifenwagen, bei Regen, Schnee oder Freibadwetter: Die Beamten des Streifendienstes sind immer unterwegs und halten rund um die Uhr für deine Sicherheit die Augen offen.

Die Schutzpolizei kümmert sich außerdem um die Verkehrsüberwachung und -kontrollen. Sie sind notwendig, um auch für dich eine größtmögliche Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Bei Schwerpunktaktionen kontrollieren die Beamten zu schnelles Fahren, Alkohol und Drogen am Steuer sowie technische Mängel an Fahrzeugen.

Dem Täter auf der Spur

Mit dem Fernseh-Krimi hat die Arbeit der Kriminalpolizei meist nicht viel gemeinsam. Schwierige Fälle lassen sich eben nicht in 90 Minuten lösen. Um den Tätern auf die Spur zu kommen, braucht es fundiertes Wissen, kriminaltechnische Feinarbeit sowie den Einsatz neuester technischer Geräte.

Die speziell ausgebildeten Beamten beschäftigen sich nicht nur mit Mord und Totschlag: Ein Großteil ihrer Arbeit macht die Bearbeitung von Diebstählen, Betrug, Sexual- und Rauschgiftdelikten aus. Eine große Bedeutung hat zudem die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, der Wirtschaftskriminalität und der politisch motivierten Kriminalität.

Für große Einsätze ständig auf Abruf

Die Beamten der Bereitschaftspolizei werden bei Fahndungen, Durchsuchungen, Demonstrationen, Katastrophen und Sportveranstaltungen sowie zur Kriminalitätsbekämpfung und bei der Präventionsarbeit eingesetzt.

Für dich gehen wir sogar in die Luft

Die Beamten der Hubschrauberstaffel arbeiten in schwindelerregender Höhe und haben einen der modernsten Arbeitsplätze bei der Polizei. Neben ihren Hauptaufgaben, wie der Verkehrsüberwachung aus der Luft und Flügen im Rahmen des Umweltschutzes, sind sie unverzichtbare Helfer zu Land und zu Wasser.

Fahndungen nach Rechtsbrechern und die Suche nach Vermissten gehören ebenso zu ihrem Aufgabengebiet wie Einsatzflüge mit Spezialeinheiten.

Vierbeinige Helfer für deine Sicherheit

Diensthunde sind im täglichen Polizeidienst unverzichtbar. Für besondere Einsätze stehen Rauschgift-, Sprengstoff- und Leichensuchhunde zur Verfügung.

Mobilität und Übersicht sind die Stärke der Polizeireiter, die insbesondere bei Großveranstaltungen, Demonstrationen und Sportevents eingesetzt werden.

Die Bundespolizei ist für so genannte sonderpolizeiliche Aufgaben zuständig. Dazu gehören der grenzpolizeiliche Schutz des Bundesgebietes und die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, die Gefahrenabwehr im Bereich der Bahnanlagen des Bundes und die Sicherheit der Bahnreisenden, Luftsicherheitsaufgaben zum Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs sowie den Schutz von Bundesorganen. Die Beamten der Bundespolizei sind schwerpunktmäßig im Grenzraum im Einsatz, auf dem Gebiet der Bahnanlagen, an den Küsten der Nord- und Ostsee und auf Flughäfen. Auch Großeinsätze sowie internationale Polizeimissionen gehören zu den Hauptaufgaben. Die Bundespolizei ist an über 260 Standorten in ganz Deutschland präsent.

Polizei ohne Grenzen

In gemeinsamen Grenzgebieten arbeiten die Polizei- und Zollbehörden der Partnerstaaten in so genannten Gemeinsamen Zentren zusammen. Die Gemeinsamen Zentren sind in unmittelbarer Nähe der Grenze angesiedelt. Derzeit bestehen Gemeinsame Zentren in Kehl (mit Frankreich), Luxemburg-Stadt (mit Luxemburg, Belgien und Frankreich), Padborg (mit Dänemark), Swiecko (mit Polen) sowie Arbeitsstellen in Petrovice und Schwandorf (mit der Tschechischen Republik). Eine ähnliche Einrichtung ist  das Euregionale Polizei-Informations-Cooperations-Centrum in Heerlen (mit den Niederlanden und Belgien). Der Austausch von Beamten zwischen benachbarten Dienststellen gehört ebenso zum Alltag wie gemeinsame Streifenfahrten, Kontrollen und Fahndungsaktionen. Ständig werden aktuelle Erkenntnisse über die Sicherheitslage ausgetauscht sowie Ermittlungen und Fahndungen besprochen.

Polizisten sind auch in Krisenregionen unterwegs und unterstützen beim Aufbau einer örtlichen Polizei. Dies kann auf Ersuchen und unter Verantwortung der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union geschehen.

 

 

Verdeckte Arbeit gegen schwere Kriminalität

Wenn es darum geht, kriminelle Banden oder professionelle Gruppen der organisierten Kriminalität zu observieren oder Täter bei einem Rauschgiftdeal oder einer Schutzgelderpressung festzunehmen, sind die Mobilen Einsatzkommandos (MEKs) gefordert. Sie sind auf verdecktes Vorgehen spezialisiert. Ausgestattet mit modernster Technik unterstützen die besonders geschulten und trainierten Beamten die örtlichen Dienststellen der Polizei.

Das Spezialeinsatzkommando oder Sondereinsatzkommando (SEK) ist eine hochspezialisierte Einheit, die für besonders schwierige und gefährliche Einsätze ausgebildet ist. Zu den Aufgaben des SEK zählen unter anderem die Festnahme von bewaffneten Gewalttätern, Bewältigung von Geiselnahmen, Bekämpfung der Schwerstkriminalität, Schutzmaßnahmen bei besonderen Anlässen und Rettungsmaßnahmen für Menschen in gefährlichen Lagen.

Die GSG 9 (Grenzschutzgruppe) ist die die Spezialeinheit der Bundespolizei. Ziel der Einsätze der GSG 9 ist es in erster Linie, gefährdete Menschenleben zu retten. Die GSG 9 wird sowohl offen als auch verdeckt aktiv, um komplexe oder besonders gefährliche Lagen zu bewältigen. Diese entstehen, wenn mit erheblichem Widerstand zu rechnen ist, zum Beispiel durch den Gebrauch von Sprengstoff oder Schusswaffen. Die Entscheidung über den Einsatz der GSG 9 trifft das Bundesministerium des Innern.

Bei Wind und Wetter unterwegs

Egal ob auf Rhein, Main, Neckar oder Bodensee: Schiffs- und Sportbootkontrollen der Wasserschutzpolizei sorgen für Sicherheit auf den Wasserstraßen. Dazu kommen noch Aufgaben im Natur- und Umweltschutz. Für den Einsatz unter Wasser gibt es die speziellen Polizeitaucher.

Die Bundespolizei ist auch außerhalb des Küstenmeeres mit Booten unterwegs. Sie überwacht die Seegebiete und den Schiffsverkehr in Ost- und Nordsee, damit die schifffahrtpolizeilichen Bestimmungen auch außerhalb des Küstenmeeres eingehalten werden.  Außerdem sind die Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei See für Notsituationen auf See speziell in Erster Hilfe, Brandbekämpfung und Leckabwehr ausgebildet. Ermittlungsbeamte der Maritimen Ermittlungs- und Fahndungsgruppe (MEFG) werden bei Vorfällen außerhalb des Küstenmeeres auf Schiffen unter deutscher Flagge eingesetzt.
 
Das Piraterie-Präventionszentrum (PPZ) bei der Bundespolizei See berät und betreut die deutsche maritime Wirtschaft bei Passagen durch ein Risikogebiet und steht Reedern im Fall eines Piratenangriffs beratend zur Seite.

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