Illegale Drogen

Vielleicht hörst du im Fernsehen, auf dem Schulhof oder auch in der Disko immer wieder die Namen von verschiedenen Drogen. Möglicherweise kannst du bei diesem Thema sogar schon gut mitreden. Wichtig ist aber, dass du richtig informiert bist. Besonders die Gefahren von Rauschgiften solltest du kennen. Denn nur dann kannst du für dich entscheiden, wie du zu Drogen stehst.

Du findest hier ein paar Informationen zu den Rauschgiften, über die am häufigsten gesprochen wird. Wenn du dich mit diesem Thema intensiver auseinander setzen möchtest, findest du unter www.drugcom.de umfassende Informationen der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BZgA).

Illegal sind Drogen dann, wenn der Anbau, Besitz, Erwerb oder Handel per Gesetz verboten sind. Das  Betäubungsmittelgesetz führt dazu eine Liste mit zahlreichen Substanzen. Diese Liste wird ständig erweitert, da immer wieder neue, leicht veränderte Substanzen auftauchen. Unter Fakten gehen wir auf einige illegale Substanzen genauer ein.

Fakten

Cannabis ist der Oberbegriff für verschiedene Produkte aus der Hanfpflanze. Die getrockneten Blätter werden als Marihuana bezeichnet. Das aus den weiblichen Blüten und den Blättern gewonnene Harz nennt man Haschisch oder Cannabisharz.

Haschisch und Marihuana werden meist geraucht, seltener gegessen oder als Tee getrunken. Beim Konsum kommt es zu Veränderungen der Sinneswahrnehmung, des Farb- und Geräuschempfindens sowie des Raum- und Zeitgefühls. Mögliche Folgen sind aber auch Konzentrationsmangel, Apathie und Antriebsmangel, Angst, Panik, innere Unruhe und Verwirrtheit. Unterschätzt wird die psychische Abhängigkeit. Zudem kann der tägliche Konsum von Cannabis dauerhafte Hirnschädigungen verursachen.

Kokain ist ein weißes kristallines Pulver, das unter Verwendung chemischer Substanzen aus den Blättern der Koka-Pflanze gewonnen wird. Crack ist eine Masse aus gelblich weißen Brocken und wird unter Zuhilfenahme von Basen aus Kokain (meist vom Konsumenten selbst) hergestellt. Kokain wird überwiegend durch die Nase geschnupft, Crack wird geraucht bzw. inhaliert. Durch die Einnahme werden Hunger-, Durst-, Kälte- und Müdigkeitsgefühle betäubt und ein intensives Gefühlsempfinden ausgelöst, aber auch Angstzustände. Kokain verursacht eine starke psychische Abhängigkeit, tiefe Depressionen, Halluzinationen und Wahnvorstellungen sowie eine verstärkte Bereitschaft zur Gewalttätigkeit.

Heroin wird in chemischen Verfahren aus Rohopium gewonnen, dem Saft der Schlafmohnkapsel. Heroin ist ein braunes bis hellbeiges Pulver, manchmal auch von körniger Beschaffenheit und wird meist in gelöster Form gespritzt, oder es wird geschnupft, geraucht oder inhaliert. Es wirkt beruhigend, einschläfernd und schmerzlindernd. Nach der Einnahme tritt kurzfristig ein sehr starker „Kick“ auf. Dieser ist mit Euphorie, Hochgefühl und Gleichgültigkeit verbunden. Das unwiderstehliche Verlangen nach diesem „Kick“ sowie die Angst vor den rasch auftretenden Entzugserscheinungen sind die Hauptursachen der schnellen psychischen und physischen Abhängigkeit. Der Körper gewöhnt sich dann an das Rauschgift und benötigt eine immer höhere Dosis Heroin. Bei einer Überdosierung kommt es zu Atemlähmung und Herzversagen. Heroin verursacht Organschäden durch gesundheitsgefährdende Strecksubstanzen und führt zu körperlichem Verfall. Außerdem kommt es beim Entzug zu quälenden Erscheinungen wie Nervosität, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Erbrechen und schmerzhafte Krämpfe.

Der Konsum halluzinogener Pilze in der Partyszene ist ein ernst zu nehmendes Problem. Dabei handelt es sich insbesondere um Pilze der Gattung Psilocybe - so genannte Magic Mushrooms. Diese Pilze sind keine Speisepilze und werden nur als Rauschgifte verwendet. Die konkrete Wirkung ist meist sehr schwer vorherzusehen. Es können neben Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen Schwindel, Übelkeit und Müdigkeit auftreten bis hin zu Panikreaktionen und Angstzuständen. Die Dauer des Rausches beträgt bis zu sechs Stunden. 

Die Psilocybin-Pilze sind nach dem Betäubungsmittelgesetz verbotene Substanzen. Somit sind Besitz, Anbau, Erwerb und der Handel sowie die Ein- und Ausfuhr in frischem und getrocknetem Zustand strafbar. Auch Pilzmycelien (fadenförmige Zellen eines Pilzes), Sporen und Zellkulturen, die letztlich zur Gewinnung von Organismen mit Psilocin oder Psilocybin geeignet und vorgesehen sind, fallen unter das Betäubungsmittelgesetz. Verboten sind zudem „Duftkissen“ oder “Airfresher“, die Psilocybin-Pilze enthalten.

Betroffene und Beteiligte

Drogenkonsum führt zu deutlichen Beeinträchtigungen der optischen und akustischen Wahrnehmung sowie des Reaktions- und Konzentrationsvermögens. Das Zeitgefühl geht verloren. Daher ist es verboten, unter dem Einfluss von Drogen ein Fahrzeug zu führen. Du gefährdest nicht nur dich selbst, sondern auch deine Freunde, die bei dir im Auto mitfahren, und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Wenn du unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnimmst, begehst du eine Ordnungswidrigkeit und musst  eine Geldbuße bis zu 1.500 Euro zahlen. Außerdem erhältst du ein Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten. Wenn du drogenbedingt einen Fahrfehler machst, andere Verkehrseilnehmer gefährdest oder einen Unfall baust, begehst du eine Straftat. Dies hat unter anderem ein Bußgeld- bzw. Strafverfahren, eine Führerscheinsperre bis zu fünf Jahren und eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) zur Folge.

Ein Drogenkonsument kann die Fahrerlaubnis auch verlieren, wenn er nicht am Straßenverkehr teilnimmt. Allein der Besitz oder nachgewiesene Konsum von Drogen kann dafür schon ausreichen.

Jeder trägt die Verantwortung für sich und seinen Körper selbst. Die Entscheidung, Drogen zu nehmen oder nicht, triffst nur du allein, egal welche Umstände Druck auf dich ausüben.

Du musst mit deinen Problemen nicht allein bleiben. Es gibt eine Vielzahl von Beratungsstellen, die dir Hilfe anbieten und mit denen du reden kannst. Die Drogenberatung ist kostenlos und arbeitet nicht mit der Polizei zusammen.

Wenn du merkst, dass jemand in deinem Familien- und Freundeskreis Drogen konsumiert oder bereits drogenabhängig ist, bemühe dich darum, demjenigen zu helfen. Du kannst ihm oder ihr Mut machen, eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Eure Fragen zum Thema

Beim Langzeitgebrauch von Cannabis ist eine psychische Abhängigkeit möglich. Darüber hinaus kann der dauerhafte Konsum von Cannabis Schädigungen der Lunge, des Immunsystems und des Gehirns zur Folge haben. Haschischrauch enthält außerdem krebserregende Substanzen. Oft nehmen Dauerkonsumenten von Cannabis auch noch andere Drogen zu sich.

Jeder Drogenbesitz, der der Polizei bekannt wird, hat unabhängig von der tatsächlichen Menge eine Strafanzeige und Ermittlungen der Polizei zur Folge. Das Betäubungsmittelgesetz sieht jedoch die Möglichkeit vor, dass die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung der Tat absehen kann, wenn die Menge der aufgefundenen Drogen nur sehr klein ist und zum Eigenkonsum gedacht ist. Es ist jedoch ein großer Irrtum, grundsätzlich von einer Straflosigkeit bei geringer Menge auszugehen.

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