Cybergrooming

In Sozialen Netzwerken oder beim Spielen von Online-Spielen kommt man mit ganz vielen anderen, einem selbst oft unbekannten Usern in Kontakt. Den meisten geht es dabei wahrscheinlich nur um interessante Kontakte und das Online-Spiel. Aber ein paar dieser User haben ganz eigene Interessen und benutzen das Internet, um sich an Kinder "heranzumachen". Wenn Kinder durch solche Anmachen sexuell bedrängt werden, dann ist das möglicherweise eine Straftat und wird als Cybergrooming bezeichnet.

Fakten

Die Straftat, die auf diese Weise begangen werden kann, nennt man sexueller Missbrauch von Kindern. Jede sexuelle Handlung, die jemand vor oder an einem Kind unter 14 Jahren vornimmt, ist ein sexueller Missbrauch und strafbar. Den Gesetzestext kannst du im § 176 des Strafgesetzbuches nachlesen.

Wenn die "Anmache" im Netz zum Ziel hat, ein Kind im realen Leben zu treffen und es zu sexuellen Handlungen zu bewegen, dann ist die „Online-Anmache“ möglicherweise schon eine strafbare Vorbereitungshandlung.

Betroffene und Beteiligte

Lass dich im Netz nicht von Unbekannten anmachen. Du weißt nie wer sich hinter dem Nickname oder dem Profil tatsächlich verbirgt. Denke daran, dass der attraktive 14- oder 16-Jährige in Wirklichkeit ein Erwachsener sein könnte – auch wenn du schon Fotos geschickt bekommen hast!

Wenn du dich durch einen anderen User sexuell bedrängt fühlst, blockiere ihn, sodass eine weitere Kontaktaufnahme nicht mehr möglich ist. Wende dich auch an die Moderatoren und Betreiber eines Chatportals, um denjenigen sperren zu lassen.

Sprich mit jemandem, dem du vertraust, zum Beispiel deinen Eltern, einem guten Freund oder deinen Lehrern.

Treffe dich nie allein mit einem Unbekannten, auch nicht aus Neugier.

Wenn du mit jemandem chattest und derjenige sich sexuell von dir bedrängt oder gar belästigt fühlt, dann ist das kein Spaß.

Wenn du bereits 14 Jahre oder älter bist, dein Chatpartner aber noch keine 14 Jahre ist, ist das möglicherweise sogar eine Straftat - nämlich ein sexueller Missbrauch von Kindern.

Es kann sein, dass du mitbekommst, wie jemand anderes im Netz angemacht wird. Auch wenn dir das vielleicht peinlich ist, sprich denjenigen an. Wenn du kannst, biete ihm oder ihr Hilfe und Unterstützung an.

Bekommst du so etwas in deiner Clique mit, distanziere dich vom Täter. Du kannst ihm auch klarmachen, welche Tragweite sein Handeln hat.

Melde den Täter beim Chatbetreiber.

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